ortho_stabDie Stabilität des Körpers während Bewegungen gilt als Voraussetzung für gute Bewegungs- koordination und gesunde Bewegungen.  Körperstabilität bedeutet: alle Körperteile werden  optimal aufeinander abgestimmt bewegt, die Muskulatur wird effizient und ökonomisch eingesetzt. Unnötige Muskelanspannungen  zur Erhaltung der Stabilität oder Bewegungs- assymetrien sind nicht erforderlich.

Die Propriozeptoren in den Muskeln, Sehnen und Gelenken gewährleisten den Informations-Fluss von der Peripherie zum Gehirn (ZNS). Bei gutem Propriozeptionsvermögen können Bewegungen also geplant, entsprechend gesteuert und situationsgerecht ausgeführt werden (Beispiele: Gehen auf holprigem Untergrund / Stolpern / Einbeinstand).

Dieses neuromuskuläre Zusammenspiel drückt sich in hoher Sensomotorischer Regulationsfähigkeit aus. Sie kontrolliert und steuert die Bewegungen zur Erhaltung des Gleichgewichts. Zielgerichtete Muskelaktivität kann umso besser sensomotorisch reguliert werden, desto besser der Informationsfluss zwischen Propriozeptoren und Gehirn ist.

Gestörter Informationsfluss aufgrund von Schmerzen, falschen Körperhaltungen, einseitigen Bewegungen oder unzweckmäßigen Arbeitspositionen führen zu kompensatorischen Muskelanspannungen, um den Körper im Gleichgewicht zu halten. Dadurch verändert sich die Ausgewogenheit der Muskulatur und in weiterer Folge die Bewegungs-Symmetrie.

Diese 3 „S“ der Bewegung – Stabilität, Sensomotorik und Symmetrie - sind in ihrem Zusammenspiel die Basis für alle Bewegungen, die Grundlage für einen gesunden Bewegungsapparat sowie effizientes Training von Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und koordinative Fähigkeiten. Die Erhebung des Ist-Zustandes der Körperstabilität kann weder durch Tastbefunde, statische Messverfahren noch bildgebende Untersuchungsmethoden erreicht werden. Nur eine funktionale Überprüfung führt zu sachlichen Ergebnissen.

 

S3 Körperstabilitätstest (MFT)

Ablauf
Der Test wird in unserer Praxis durchgeführt. Die Aufgabe ist es, möglichst stabil und sicher auf einer  instabilen Fläche zu stehen. Sämtliche Ausgleichs- und Kippbewegungen  werden aufgezeichnet.

Zielsetzung
Feststellung von koordinativen Defiziten
Objektivierung der muskulären Stabilität
Bestimmung der sensomotorischen Fähigkeiten
Messung der Körpersymmetrie
Entwicklung eines defizitorientierten Trainingsplanes

Zielgruppe
Patienten vor und nach Operationen an Rücken, Knie, Sprunggelenk, Fuß
Ältere Patienten im Hinblick auf Sturzprophylaxe
Sportler: (insbesondere Alpinskifahrer und Langläufer)
Der Test liefert wichtige Aspekte im Hinblick auf ein präventives Ausgleichstraining!

Unsere Leistungen
Ausführliches Aufnahmegespräch (Dr. Meichsner)
S3-Test
PC-gestützte Testauswertung
Ausführliche Ergebnisbesprechung mit Hinweisen und Empfehlungen
Schriftliches Auswertungsprotokoll
Empfehlungen zur weiteren Trainingsgestaltung oder Therapie

Dauer
Testdurchführung ca. 15 Minuten

Testhäufigkeit
1 – 4mal pro Jahr.
Empfehlenswert sind grundsätzlich mindestens zwei Tests im Jahr. Der Erste stellt die Ausgangssituation dar, der Zweite dokumentiert die Entwicklung und somit den Erfolg der Therapie oder des absolvierten Trainings, bzw. auch den Zustand der Körperstabilität nach Operationen.